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Plattenpanzer - unentbehrlich im Kampfe

Rüstungen zum Schutz des Körpers gegen Angriffe gibt es bereits seit Jahrtausenden. Umso effektivere Waffen und Technologien ein Gegner verwendete, desto mehr Gedanken mussten sich die Kämpfenden um die eigene Verteidigung machen. Vor allem beim Ritter, der sich beruflich und somit regelmäßig dem Kampf widmete, entschieden die sogenannten Schutzwaffen über Leben und Tod. Aber die Entwicklung zum Plattenpanzer begann bereits viel früher.

Die Entwicklung der Rüstung

Sich vor Gefahren zu schützen ist ein Grundinstinkt des Menschen – und das seit jeher. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Geschichte der Rüstung mehrer tausende Jahre zurück reicht. Die Originalfunde von Rüstungen aus vorantiker Zeit bestehen allesamt aus Naturmaterialien wie Holz, Baumwolle oder Knochen. Daraus entwickelten sich ab der Antike sogenannte Schuppenpanzer, die mittels Metallschuppen schon relativ viel aushalten konnten. Auch erste Plattenteile entstanden, jedoch bedeckten diese meist nur Teile des Körpers, vor allem die Brust.

Das Panzerhemd, das seit dem 8. Jahrhundert von deutschen Fußsoldaten und Reitern getragen wurde, bestand meist aus Leder. Für das Frühmittelalter war das sogenannte Lederlamellen-Hemd typisch. Etwa ab dem 13. Jahrhundert wurden die Rüstungen dann mit eisernen Ketten, Ringen und Metallplatten verstärkt.

Rüstungen im Mittelalter

Die Schutzwaffen erfuhren im Mittelalter mehrere Metamorphosen. Gründe dafür sind zum einen modische Aspekten, zum anderen der technische Fortschritt. Vor allem der Helm veränderte sich stark, da der Kopf bis dahin einen großen Schwachpunkt darstellte. So fanden Forscher bei Ausgrabungen beispielsweise Männer, denen der Schädel bis zur Schulter gespalten wurde. Dem musste Abhilfe geleistet werden.

Trugen die Ritter im Frühmittelalter also noch einen Spangenhelm, so wurde dieser im 11. Jahrhundert von konischen, spitz zulaufenden Helmen abgelöst. Etwa ein Jahrhundert später entwickelten sich Topfhelme, die mit einem Sehschlitz und einem beweglichen Visier versehen waren. Zur gleichen Zeit begannen die Sarwürker, die Kettenpanzer an Knien und Ellbogen zu verstärken sowie Arm- und Beinschienen aus Leder einzuarbeiten.

Die Rüstung der Ritter bestand im Mittelalter aus mehreren Schichten, die aber je nach Zeit, Region und Stand nicht immer alle getragen wurden. Die unterste Schicht bestand normalerweise aus einem Unterkleid aus Wolle oder Leinen. Um die Wucht der Schläge abzufedern, trug der Kämpfer über dem Untergewand einen gepolsterten Gambeson. Die Kettenpanzerung lag über dem Gambeson, bedeckte jedoch meist mehr als nur den Oberkörper. Über dem Kettenhemd wurde nun noch ein Plattenpanzer, ein sogenannter Harnisch, angelegt. Ab der Zeit der Kreuzzüge trugen Ritter obenauf einen Wappenrock, der die Panzerung davor bewahrte, sich aufgrund der hohen Temperaturen zu sehr aufzuheizen.

Der Weg zum vollständigen Plattenpanzer

Mit der Entwicklung des englischen Langbogens im Hochmittelalter und dem vermehrten Einsatz von Armbrüsten war klar, dass sich etwas tun muss. Denn sowohl der Lederwams als auch das Kettenhemd boten gegen solche Waffen wenig Schutz. Bereits im 12. Jahrhundert wurden deshalb einzelne Plattenteile in die Rüstung eingearbeitet.

Ende des 14. Jahrhunderts entstand schließlich ein Plattenpanzer im Sinne einer Vollrüstung, die weitgehend den gesamten Körper mit Eisenplatten bedeckte. Diese waren Maßanfertigungen, die der Rüstungsschmied speziell an den Körper des Ritters angepasste. Dadurch behielt der Kämpfer ein hohes Maß an Bewegungsfähigkeit. Ebenfalls zu diesem Zweck verband man die einzelnen Teile mittels Metallschienen miteinander.

Mit der Entwicklung der Feuerwaffen wurde die Plattenrüstung ab dem 16. Jahrhundert zunehmend nutzlos. Spezielle Turnierrüstungen wurden allerdings weiterhin getragen und weiterentwickelt.

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